Was mit Ihrem Körper passiert, wenn Sie einen Monat lang keinen Zucker essen

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Jeder isst gerne mal ein Stück Schokolade. Doch die meisten Menschen wissen nicht, dass sie viel zu viel Zucker zu sich nehmen. Ein Niederländer hat sich nun dem Experiment unterzogen, einen Monat auf Zucker zu verzichten. Durch seine zuckerfreie Ernährung ist er zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

Schmecken tut er uns allen – egal ob in Obst, Fast Food oder Süßigkeiten. Zucker sorgt dafür, dass unser Lieblingsessen noch leckerer erscheint als ohnehin schon. Doch zu viel Zuckerkonsum ist schädlich. Fünf Prozent des täglichen Kalorienbedarfs – wer mehr isst, lebt ungesund, sagt die Weltgesundheitsorganisation.

 

Doch spüren wir es gesundheitlich überhaupt, wenn wir viel oder wenig Zucker essen? Das hat ein Mann aus den Niederlanden am eigenen Leib überprüft. Sacha Harland hat früher Zucker in großen Mengen verzehrt. Dann wagte er ein Experiment: Einen Monat lang nur Essen ohne Zucker. Und Harland stellte Erstaunliches fest: Nicht nur, dass er sich spürbar besser fühlte. Ärzte attestierten ihm nach seiner Ernährungsumstellung auch deutlich bessere körperliche Werte.

Zuckerfreie Ernährung

Er brachte weniger Kilos auf die Waage. Sein Fettanteil reduzierte sich merklich. Sein Blutdruck war deutlich geringer. Und seine Cholesterinwerte waren auch besser.

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Auch mehrere Studien haben nachgewiesen, dass uns Zucker regelrecht manipuliert – und süchtig macht. Immer dann, wenn wir Zucker essen, schüttet der Körper Wohlfühlhormone aus. Dadurch werden im Gehirn sogenannte Belohnungspfade angeregt. Der Mensch will immer mehr und immer wieder – bis er schließlich süchtig nach Zucker wird. Das hat ernsthafte Auswirkungen.

„Das Überaktivieren des Belohnungssystems tritt eine Reihe von Problemen los – Kontrollverlust, Essgelüste, und eine erhöhte Zuckertoleranz“, erklärte die Neurowissenschaftlerin Nicole Avena in einem Internet-Video. Eine Studie des US-Gesundheitsinstituts von 2012 fand außerdem heraus, dass eine zuckerreiche Ernährung unsere Synapsen beeinträchtigt und das Gehirn verlangsamt. Robert Lustig, Professor an der University of California in San Francisco, warnt in einem YouTube-Video, das er parallel zu seinen Vorlesungen erstellt hat, vor weiteren ernsten körperlichen Folgen von überhöhtem Zuckerkonsum: Fettleibigkeit und Insulinversagen.

Die Vorstufe davon ist ein ständig schwankender Blutzuckerspiegel, der mit der täglichen Dröhnung Zucker in die Höhe schießt und kurze Zeit später in den Keller fällt. Wer davon betroffen ist, ist häufiger gereizt, fühlt sich öfter müde oder hat ständig Kopfschmerzen. Im schlimmsten Fall kann ein stetiges Auf und Ab des Blutzuckerspiegels sogar zu Depressionen führen.

Bevor wir es soweit kommen lassen, sollten wir uns die Zucker-Enthaltsamkeit von Sacha Harland lieber einmal mehr in Erinnerung rufen.

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