Ist eine Früherkennung bei Alzheimer möglich?

Früherkennung bei Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit ist bisher nicht heilbar. Umso wichtiger ist die Früherkennung, da eine rechtzeitig eingeleitete Therapie die Beschwerden mindern und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessern kann. Zu den Ursachen von Alzheimer, der häufigsten Form der Demenzerkrankungen, zählen das Alter und die genetische Vorbelastung.

Bluthochdruck und Diabetes als Risikofaktoren für Alzheimer

Meist beginnt die Alzheimer-Krankheit schleichend. Wenn erste Symptome wie Vergesslichkeit und Orientierungsprobleme auftreten, ist das Leiden bereits weit fortgeschritten. Das Absterben von Nervenzellen im Gehirn beginnt meist im höheren Lebensalter. Ab 65 Jahren sind viele Menschen vom Abbau der Großhirnrinde betroffen.

Die Alzheimer-Demenz beginnt zunächst in den Gehirnregionen, die für das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten zuständig sind. Als Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit gelten unter anderem Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes. Wenn die Erkrankung in einem frühen Stadium erkannt wird, kann der Krankheitsverlauf durch die Gabe hochwirksamer Medikamente herausgezögert werden.

Für die Betroffenen bietet die Früherkennung den Vorteil, dass sofort die richtige Behandlung erhalten und dadurch weiter in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Umso früher eine Alzheimer-Erkrankung festgestellt wird, desto eher kann mit den therapeutischen Maßnahmen begonnen und die Alltagskompetenz der Betroffenen erhalten werden. Eine wirksame Alzheimer-Therapie besteht aus verschiedenen Komponenten, wobei auch die familiäre Situation und die Notwendigkeit von Pflege oder Betreuung berücksichtigt werden müssen.

Grundsätzlich werden die Untersuchungen von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Eine Krankenzusatzversicherung bietet allerdings einen besseren Rundumschutz, da auch Kosten für Behandlungen beim Heilpraktiker, Massagen, neue oder alternative Behandlungsformen zum Leistungsspektrum zählen. Die Krankenzusatzversicherung vergleichen beim Arbeitskreis Krankenversicherungen lohnt sich in jedem Fall.

Durch den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung kann der bestehende Versicherungsschutz der Krankenversicherung um zusätzliche Leistungen wie Chefarztbehandlungen oder eine bessere Krankenhausunterbringung erweitert werden.

Davon profitieren vor allem Alzheimer-Patienten, die eine umfassende Behandlung und Betreuung benötigen. Der erste Ansprechpartner für Gedächtnisstörungen ist der Hausarzt oder ein praktischer Arzt.

Neuropsychiologische Untersuchungen zur Diagnosesicherung

Der Mediziner überweist die Patienten anschließend zur weiteren Abklärung zu einem Facharzt für Psychiatrie oder Neurologie. Oft finden aufwendige Untersuchungen auch in einem Gerontopsychiatrischen Zentrum, einer Memory Klinik oder einer Gedächtnisambulanz statt.

Die diagnostische Abklärung ist von großer Bedeutung hinsichtlich der Einstufung der Alzheimer-Krankheit in leichte, mittlere oder schwere Demenz und entscheidet über die notwendige Therapie. Bei einem ausführlichen ärztlichen Gespräch berichten die Patienten über ihre Symptome.

Eine Diagnose kann jedoch erst nach einer körperlichen Untersuchung, der Erhebung früherer Erkrankungen und der klinischen Anamnese gestellt werden. Durch neuropsychiologische Untersuchungen werden die unterschiedlichen Leistungsbereiche des Gehirns wie Sprache, Aufmerksamkeit und Gedächtnis getestet, bevor Aussagen über den Umfang der Defizite gemacht werden können.

Zu den wichtigsten Demenztests zählen Verfahren wie der Mini-Mental-Test (MMSE), der MOCA Screening Test und der Uhren-Test. In vielen Kliniken werden Gedächtnisleistungen auch durch den Demenz-Detection-Test (DemTect), Syndrom Kurztest(SKT) oder den Frontal-Assessment-Battery-Test(FAB) sowie durch die CERAD-Testbatterie geprüft.

Zur Alzheimer-Früherkennung werden darüber hinaus bildgebende Verfahren wie die Computertomografie und die Magnetresonanztomografie eingesetzt, mit dem Ziel, Hinweise auf Infarkte, Atrophien sowie andere Hirnveränderungen zu finden und die Diagnosesicherheit zu erhöhen.

Eventuell kommen danach weitere bildgebende Verfahren wie die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) oder die Single-Photon-Emissions-Tomografie (SPECT) zum Einsatz, um ein aussagekräftiges Untersuchungsergebnis zu erhalten.

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