Antioxidantien – Gesundheitshelfer gegen freie Radikale

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Antioxidantien

Antioxidantien schützen den Körper vor schädlichen Einflüssen und sogenannten freien Radikalen. Viele Vitamine, Mineralstoffe und andere Pflanzenstoffe zählen zu den Antioxidantien und sind Basis einer gesunden Ernährung.

Ohne dieser ausgewogenen und abwechslungsreichen Kost greifen freie Radikale die Zellen im Körper an und sorgen für massive Schäden oder Entartung. Die Folge sind verschiedene Krankheiten, Organleiden oder gar Krebs. Doch welche Antioxidantien sind besonders zuverlässig und in welchen Nahrungsmitteln sind sie enthalten?

Auswirkung der freien Radikale – erhebliche Schäden im Körper

Freie Radikale sind als unvollständige Moleküle zu sehen, denen aus chemischer Sicht ein Elektron fehlt. Im menschlichen Körper tun sie also alles dafür, sich binden zu können und an ein intaktes Molekül anzudocken.

In der Regel handelt sich hier um eine Zellmembran, DNA oder Proteine. Der ganze Vorgang wird als Oxidation bezeichnet und bedeutet je nach Ausmaß enormen Stress für den Organismus. Hintergrund ist eine nun in Gang gebrachte Kettenreaktion, die massive Schäden mit sich bringen kann. Schließlich fehlt dem angedockten oder bestohlenen Molekül nun ebenfalls ein Elektron und es wird selbst zu einem freien Radikal.

Je höher die Konzentration solcher Radikale, desto zahlreicher fällt die Kettenreaktion aus und erste Symptome machen sich bemerkbar. Aus einer eingeschränkten Zellfunktion, DNA-Schäden oder der verminderten Bildung der körpereigenen Eiweiße entstehen folgende Probleme:

  • Reduzierte Sehkraft: Hier greifen die freien Radikale die Gefäße der Augen an und sorgen für Degeneration in den Zellen.
  • Faltige Haut und Krampfadern: Der Haut fehlt unter starkem Einfluss von freien Radikalen die Spannkraft. Sie wirkt grau und faltig. Außerdem entstehen Krampfadern und durch geschädigte Blutgefäße kommt es zu Bluthochdruck und Problemen im Herz-Kreislauf.
  • Gelenkschmerzen: Greifen die freien Radikale die molekulare Struktur der Gelenke an, kommt es zu Schmerzen und Krankheiten, wie Arthritis.
  • Demenz und Schlaganfall: Setzen sie sich im Gehirn fest, sind die Nerven betroffen. Der mentale Gesundheitszustand schwindet, die Aufmerksamkeit verringert sich und es kann zu Demenz kommen.
  • Krebs: Wird die DNA angegriffen, mutieren die körpereigenen Zellen und müssen vom Immunsystem aus dem Verkehr gezogen werden. Passiert das nicht, entstehen Tumore und Betroffene leiden an Krebs.

Antioxidantien – Fänger der freien Radikale

Antioxidantien unterbrechen diese Kettenreaktion und fangen die freien Radikale förmlich ein. Dadurch wehren sie Zellschäden ab und verhindern schlimmere Krankheiten im Körper. Bevor sich die unvollständigen Moleküle also mit einem Elektron binden, geben die Antioxidantien eines ihrer Elektronen weiter. Sie lösen sich deutlich schneller, als die der DNA oder Zellmembran.

Ebenso wichtig: obwohl sie ein Elektron aus ihrem Verbund lösen, werden sie nie selbst zu einem freien Radikal. Sie nehmen sofort wieder ihre alte Form an und können wieder als Antioxidant fungieren.

Die Körperzellen bleiben aber nur dann geschützt, wenn sich genügend dieser Antioxidantien im Organismus befinden. Die moderne Ernährung basiert hauptsächlich auf Milch, Fleisch, Getreide, Kohlenhydraten und Fetten, die selbst nur wenig Antioxidantien liefern.

Dem Körper fehlt es an ausreichend Obst, Gemüse, Wildpflanzen, Nüssen oder naturbelassenen Ölen. Vitamin C gehört dabei zu den bekanntesten Antioxidantien, wobei es noch viele andere wirksame Stoffe für den Körper gibt. Zu den fünf großen Gruppen gehören:

  • Vitamine
  • Mineralien
  • Spurenelemente
  • Enzyme
  • Sekundäre Pflanzenstoffe

Dabei wirken diese Gruppen nicht nur einzeln, sondern auch zusammen. Das sogenannte OPS aus Traubenkernen oder der Schale von Früchten verstärkt beispielsweise die Kraft der Vitamine. Zu einem wahren Super-Antioxidans gehört Astaxanthin, das gern von Sportlern oder Athleten eingenommen wird.

Der Körper wird leistungsfähiger, bekommt mehr Kondition und schöpft wieder neue Kraft. Gleichzeitig verbessert sich das Hauptbild, Krebs lässt sich im Vorstadium bereits bekämpfen und die Cholesterinwerte sinken. Ähnlich wirkt Beta-Carotin, das vor allem in Karotten, Dill und Feldsalat enthalten ist.

Es schützt die Zellmembran und somit auch die Blutgefäße. Allicin ist in Knoblauch und Zwiebeln enthalten und gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen, wie auch die Verbraucherzentrale informiert. Sie beugen Arteriosklerose und damit auch einem Herzinfarkt vor. Daneben gibt es noch viele weitere Antioxidantien, die über eine gesunde Ernährung der körpereigenen Abwehr hilft.

Tipps für eine gesunde Ernährung

Grundstein ist also eine bunte, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Nur so nimmt er Körper ausreichend Vitamine auf, die in Früchten und Ölen enthalten sind. Selen schöpft der moderne Ernährungsstil vorrangig aus Fisch und Fleisch, ist aber ebenso in Obst und Gemüse enthalten.

Der Zinkbedarf wird durch den Verzehr von Käse und Fleisch überwiegend abgedeckt. Es liegt aber nicht nur an den Bestandteilen der Ernährung, sondern teilweise auch an der Art der Zubereitung der antioxidativen Lebensmittel. Deshalb unterstützen folgende Tipps eine gesunde Lebensweise:

  1. Viele Antioxidantien befinden sich unter der Schale der Früchte. Obst und Gemüse sollten deshalb nur ausreichend gewaschen und nicht geschält werden.
  2. Viele sekundäre Pflanzenstoffe nimmt der Körper über Obst und Gemüse auf. Täglich sollten deshalb bis zu fünf Portionen verschiedener Früchte und Gemüsesorten je nach Saison auf dem Speiseplan stehen.
  3. Frische Lebensmittel sind reichhaltiger und schmecken besser. Bei der ausgewogenen Ernährung spielt deshalb die frische Zubereitung eine wichtige Rolle.
  4. Antioxidantien sind auch in den Randschichten von Getreide enthalten. Für eine ausgewogene Versorgung und eine Zufuhr an Basaltstoffen ist deshalb das volle Korn gesünder.
  5. Der maßvolle Genuss von Kaffee, Tee, Schokolade oder Rotwein ist selbst bei einer gesunden Ernährung erlaubt. Die Produkte enthalten ebenso Antioxidantien, wobei die verzehrte Menge nicht zu groß sein darf. Anstatt Rotwein empfiehlt sich ebenso roter Traubensaft.

Fazit

Ein umfassendes Ernährungskonzept hilft auf natürliche Weise, die Giftstoffe im Körper zu senken und oxidativen Stress zu vermeiden. Dabei ist der Mensch täglich von verschiedenen Faktoren umgeben, die freie Radikale im Organismus erhöhen.

Dazu zählen Chemikalien, Luftverschmutzung, elektromagnetische Strahlung, Zusatzstoffe im Essen, Alkohol, verschiedene Medikamenten oder Zigarette. Letztendlich ist es ein Zusammenspiel aus gesunder Lebensweise, ausreichend Bewegung und abwechslungsreicher Ernährung, die Organismus und Immunsystem gleichermaßen stärken.

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